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Ich mag sie ja nicht sonderlich: die Aufforderungen, an diversen Ketten-Aktionen teilzunehmen. So habe ich die Eiswasserkübel- und sonstigen Challenges standhaft verweigert. Aber, wenn ich schon so spannende Fragen wie „Was bügelst du?“ gestellt bekomme, dann mache ich halt mal eine Ausnahme. 🙂

 

Katja hat mich für den Liebster Award nominiert. Dabei geht es darum, auf noch nicht so bekannte Blogs aufmerksam zu machen und diese zu verbreiten.
Katja selbst schreibt in ihrem Blog unter Krachbumm über Lifestyle, Sex & Elternschaft.

Und sie hat jenen BloggerInnen, die sie nominiert hat, elf Fragen gestellt, welchen ich mich nun wiederum stelle:

Was Katja von mir wissen will:

 

1. Warum bloggst du?

Weil es mir ein Herzensanliegen ist, dass das Weibliche seine Wertigkeit zurückbekommt.
Weil ich Frauen dabei unterstützen will, sich selbst eine gute Freundin zu sein.
Weil ich etwas zu sagen habe.
Weil andere Frauen von meinen Erfahrungen mitunter profitieren können.
Weil ich gerne schreibe.

 

2. Wer sollte deine Blogposts idealerweise lesen?

Frauen so ab 40.
Frauen, die ihr Selbstmitgefühl weiterentwickeln wollen.
Frauen, die ihre weibliche Freiheit leben wollen.

 

3. Wie geht’s dir heute eigentlich? Echt jetzt.

Grundsätzlich geht es mir sehr gut. Ich genieße mein Leben in großer Selbstbestimmtheit und meine Freiheiten.
Und ich übe mich in Dankbarkeit für all das Schöne und Gute in meinem Leben. Das tut mir gut.
Wie es mir heute geht? Ich freue mich, weil draußen die Sonne scheint. Die dringenden beruflichen To-Do’s habe ich bereits erledigt. Und ich freue mich darauf, weil mein Mann und ich heute Abend essen gehen werden.
Kurzum, ich bin zufrieden mit mir und meinem Leben. Ich fühle mich in meiner Mitte.

 

4. Bügelst du?

Ich gestehe, ich hatte zwar zwischendurch immer wieder mal Phasen – zwar nur kurze, aber doch – in welchen ich meinte, dass gebügelte Wäsche zu einem „ordentlichen“ Leben dazugehören würde. Aber nachdem es mir leid um die mit Bügeln verbrachte Zeit war, habe ich mich immer relativ rasch eines besseren besonnen.
Ich achte zwar darauf, die Wäsche nach einem Waschgang möglichst rasch aus der Maschine zu holen (je länger sie dort liegen bleibt, desto stärker verknittert sie.) und ich bin sehr genau beim Aufhängen und beim Zusammenlegen. Denn, penibel gefaltete Wäsche, die hernach auf einem Stoß gelagert wird, bügelt sich de facto von selbst. Zumindest wirkt das meiste dann wie gebügelt. 🙂

Weil ich nicht all zu zerknittert daherkommen möchte, ist die Wäsche bei uns auch mein Metier. Denn meine beiden Herren können meinen Ansprüchen, wie etwas aufgehängt und zusammengelegt werden soll, nur schwer bis gar nicht genügen.
Also mache ich die Wäsche. Mein Mann ist dafür für Bad & Klo zuständig.

Und dass der Herr Sohn sich einbildet, Hemden, die gebügelt werden sollten, tragen zu müssen, ist sein und nicht mein Problem.

Ich selbst kaufe mir fast keine Kleidung, die gebügelt werden „müsste“. Also Blusen findest du an mir sehr selten.

 

5. Was bügelst du?

Ich bügle de facto nur Hangerl (das ist das österreichisch-steirische Wort für Geschirrtücher). Erstens, weil diese leicht zu bügeln sind. 😉
Und zweitens, weil ich diese gebügelt einfach mag.
(Vielleicht drittens auch, weil ich mir dadurch das Gefühl sichere, ich könnte eh einen ganz „ordentlichen“ Haushalt führen, wenn ich wollte. 😉 )

Und dann bügle ich noch das Tischtuch unseres Balkontisches.
Das war es dann aber auch schon.

Ich halte das Hinterfragen, was gebügelt werden soll und was nicht, für einen wesentlichen Aspekt der Befreiung der Frauen. Schmäh ohne!

Dinge zu tun, nur weil sie angeblich getan werden MÜSSEN …

das kostet Frauen nach wie vor viel zu viel ihrer wertvollen Lebenszeit!

(Besonders, wenn es um Haushaltsaufgaben geht! Nachdem sich auch heute noch viel zu viele Mannsbilder vor ihren Pflichten drücken. Und zu viele Frauen dies auch zulassen. :-0 )

Ich treffe immer wieder Frauen, die darüber klagen, dass sie zu wenig Zeit für sich selbst haben. Für Entspannung, für ihre Weiterbildung, für …

Möglichst wenig zu bügeln bringt Zeit.

Wertvolle Zeit, die ich für mich selbst nutzen kann.

 

6. Wie oft bügelst du?

Cirka alle zehn Tage mal, fünf, sechs Minuten lang.

 

7. Wenn du dir ein Thema aussuchen kannst, worüber sollte ich auf meinem Blog schreiben?

Mir gefallen die Beiträge, welche Katja auf Krachbumm schreibt. Ich finde es gut, dass sie eine andere Form der Auseinandersetzung mit dem Thema Elternschaft – jenseits des Mainstreams in diversen Frauen- und sonstigen Magazinen – sichtbar werden lässt. (Auch, wenn ich mit einem mittlerweile 20-Jährigen Sohn wahrscheinlich nicht mehr zu ihrer engeren Leserinnenzielgruppe gehöre.) 

Und auch, wie Katja versucht, das Thema Sexualität in ihrem Blog zu bearbeiten, finde ich sehr wohltuend – im Gegensatz zu all dem sonstigen, was über Sex geschrieben wird.

Also: Mach einfach weiter so, liebe Katja!

 

8. Welche gesellschaftliche Entwicklung macht dir am meisten Sorgen?

Das Primat der Ökonomie.
Die auch nach der Finanzkrise weiterhin extistente Vorherrschaft des Neoliberalismus und die damit einhergehende Aushöhlung des Sozialstaates.
Der Verlust des Vertrauens in die Politik.

 

9. Planst du deine Blogposts voraus oder kommen die einfach nach Lust und Laune?

Ich bin eher die Schreiben-nach-Lust-und-Laune-Typin.
Allerdings führe ich eine Liste, wo ich Ideen für Blogposts sammle.

 

10. Was sind für dich die Tabuthemen unserer Zeit?

Puhhh, schwierige Frage! Darüber habe ich noch nicht näher nachgedacht. So auf die Schnelle und aus dem Bauch heraus, fällt mir dazu ein:

Ich glaube, dass zwar Sex heute anscheinend allzeit gegenwärtig ist, dass aber – vor allem, wenn es ums Erleben und Leben der eigenen Sexualität geht – noch immer ganz viel tabu ist. Da wird oftmals tendenziell eher geschwiegen, weil viele aufgrund der veröffentlichten Bilder und Meinungen Ängste haben, nicht zu genügen, nicht „gut genug“ zu sein.
Und ich bin überzeugt, dass dadurch vielen Frauen (wie auch Männern) der Zugang zu einer tiefergehenden Sexualität – zu einem Erfüllt-Sein, zu einer ganz tiefen Verbindung – erschwert wird.

Und das Recht auf Faulheit, das Recht auf Muße und Muse ist in unserer Gesellschaft wahrscheinlich in großen Bereichen auch tabuisiert.

 

11. Was hast du letzte Woche über das Leben gelernt?

Unter anderem …
– wie ein Hackbrett gestimmt ist.
– wie ich eine gute Zuckerglasur hinbekomme.
– w
as nach einem Oberschenkelhalsbruch alles zu passieren hat. (Nein, keine Sorge, ich bin gesund.)

Was das mit dem Leben zu tun hat? Ganz viel.
Leben ist für mich ständiges Lernen. Permanente Entwicklung.
Und Leben äußert sich in so vielen vermeintlichen Kleinigkeiten.

 

So, jetzt sollte ich noch zehn oder elf weitere BloggerInnen nominieren. Wobei, so viele kenne ich ja gar nicht! :-0
Also, jene, die von mir nominiert werden wollen: Bitte meldet euch bei mir! Ich denke mir dann auch ganz schöne Fragen für euch aus!
Danke, liebe Katja, für deine Fragen.

 

Was mich noch interessiert:

Wie hältst du es mit dem Bügeln?
Schreib mir doch einen Kommentar dazu!
Ich freue mich darauf.

Mit sonnigen Grüßen

elke

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