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In ihrem Gastbeitrag gibt dir die Sprecherin und Trainerin Karin Halak Tipps, wie du es schaffst, vor und bei deinen Auftritten gelassener zu bleiben und dich nicht selbst zu sabotieren.

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Karin Halak hat dankenswerterweise einen Gastbeitrag für „gut genug“ geschrieben. (Danke nochmals, liebe Karin!)
Auf ihrem eigenen Blog findest du zahlreiche weitere Tipps rund ums Thema Stimme und Auftritt und auch alle näheren Infos zu den Angeboten von Karin von Karin für dich.

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„Wir Menschen sind ja manchmal Meister in Sachen Selbstsabotage. Gerade wenn es darum geht, vor anderen Menschen zu sprechen – im Seminar, beim Meeting oder wo auch immer – und man im Vorhinein eh schon die Hosen voll hat, sagen wir uns auch noch Sachen wie:

– Ich kann das nicht!

– Ich trau mich nicht!

– Das schaff ich nicht!

 

Glückwunsch.

 

 

Jetzt blockieren wir uns auch noch selbst und laufen schnell zur Höchstform auf, indem wir uns auch gleich noch einreden, was DIE ANDEREN sagen werden:

– „Die anderen glauben eh, ich kann das nicht und eigentlich haben sie ja recht.“

– „Später halten mich alle für dumm und lachen über mich.“

 

Die Unsicherheit wird immer größer – und was passiert?

 

• Beim Sprechen finden die Worte den Weg nicht nach draußen.

• Der Stimmklang ändert sich, wird piepsig oder gepresst.

• Sie verhaspeln sich in einer Tour oder verheddern sich in Verlegenheitsrülpsern.

 

Haben Sie es gleich gewusst?

Nein. Es war die gute alte, sich selbst erfüllende Prophezeiung.

 

Stimme und Wirkung sind eine Frage der Gelassenheit.

 

„Na toll“, sagen Sie jetzt vielleicht. Als wenn Sie das nicht schon wüssten! Aber Sie sind halt nun mal nervös, wo soll da denn Gelassenheit herkommen?

Das Gute ist: Gelassenheit kann man lernen! Nicht von einer Minute auf die andere, aber Stück für Stück.

 

Natürlich sind wir alle verschieden gestrickt, was dem einen hilft lockerer zu werden, ist für den anderen absoluter Humbug. Aber schauen Sie sich einmal die folgenden Tipps an, – picken Sie sich heraus, was zu Ihnen passt:

 

1. Nehmen Sie sich nicht so wichtig

Tja, das ist leichter gesagt als getan, wenn es am besagten Tag um etwas geht, nicht wahr? Ich kenne das auch.

Aber unterm Strich ist es tatsächlich so, dass kurz nach der gefürchteten Situation kein Hahn mehr danach kräht, ob Sie über die Buchstaben gestolpert oder ins Stocken gekommen sind. Was zählt, ist der Inhalt und dass Sie ihn verständlich rüberbringen.

 

2. „Es ist, wie es ist.“

… ganz ZEN sozusagen. Wir können das Leben nicht planen. Sie haben am Soundsovielten Ihren Vortrag. Sie sind sattelfest in Ihrem Thema und bereiten sich auf diese besondere Situation vor. Die Knie zittern ein bisserl, aber das ist ganz normal und nützt Ihnen, weil Sie dadurch auch besonders aufmerksam in die Situation gehen.

Jetzt konzentrieren Sie sich auf sich, Ihr Thema und die Zeitspanne, in der Sie reden. Die halbe oder ganze Stunde fokussieren Sie sich darauf, Ihren Zuhörern Ihre Botschaft zu vermitteln. Sie wollen Ihre Sache gut machen. Sie haben etwas zu sagen (sonst stünden Sie nicht hier und sonst würden keine Leute kommen). Das ist alles. Gehen Sie davon aus, dass es gut werden wird.

 

3. Ihre Zuhörer sind auf Ihrer Seite!

Es gibt ja immer wieder Artikel und ganze Bücher über das ach so feindlich eingestellte Publikum. Ehrlich: Ich hab noch nie eins getroffen! Ihre Zuhörer sind daran interessiert, was Sie zu sagen haben – und keiner davon will mit Ihnen tauschen, denn öffentlich zu reden, das ist für die meisten Menschen so schrecklich, dass in Umfragen die Angst vor der öffentlichen Rede schon mal vor dem Tod rangiert!

 

4. Wünschen Sie anderen Menschen Gutes.

Gibt es da doch jemanden, von dem Sie glauben, dass er eine schlechte Meinung von Ihnen hat, vor dessen kritischem Urteil Sie Angst haben oder der mit Ihnen konkurriert?

Anstatt rumzugrübeln, was diese Person wohl Negatives denken oder sagen könnte, wünschen Sie dieser Person innerlich von Herzen alles Beste. Von Herzen! Nicht ironisch. Der Clou: Mit guten Gedanken schaffen Sie einerseits eine bessere Atmosphäre und andererseits sich selbst ruhigere Nächte.

 

5. Erschaffen Sie skurrile Situationen

Und wenn die Gedankenmühle trotzdem rattert? Dann hilft immer die Wunderwaffe „Humor“.

Es gibt ja die Theorie, gelassener zu werden, wenn man sich die schlimmstmögliche Situation ausmalt, vor der man sich fürchtet. Gehen Sie einen Schritt weiter: Angenommen, Sie halten eine Präsentation für die Chefetage, dann stellen Sie sich vor, wie Sie grünen Schleim niesen, darauf ausrutschen, sich am Ärmel des Oberchefs hochziehen und dabei die heiße Kaffeetasse vom Tisch fegen und die Chefsekretärin treffen… sowas in der Art. Das nimmt Ihnen den Schrecken, denn so arg, wird es bestimmt nicht werden.

Und wenn doch, dann nehmen Sie sich nicht so wichtig, seien Sie ganz ZEN, seien Sie sich sicher, dass wirklich niemand mit Ihnen tauschen möchte und wünschen Sie allen Anwesenden nur das Beste …

;)“

 

Mag.a Karin Halak arbeitet seit zehn Jahren als „Voice-Workerin“: Sie ist als Sprecherin in vielen Audioproduktionen zu hören und arbeitet mit Menschen, die an Stimme und „Spreche“ feilen möchten. Als Sprecherin und Trainerin begeistert sie, mit Stimme Atmosphäre zu schaffen, dabei auch stets neue Facetten an sich kennenzulernen und mit ihrem Know-How andere dabei zu unterstützen, sich selbst mehr Raum zu schenken.

 

 

 


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