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Einmal gebildete Gewohnheiten haben sich tief und fest in unserem Gehirn „eingebrannt“. Deshalb ist es auch so oft schwierig, diese nachhaltig zu verändern. Doch was kannst du tun?

Im ersten Teil habe ich beschrieben, wie stark unser aller Leben durch Gewohnheiten geprägt ist und wie sehr unser Denken und Handeln von einmal gebildeten Routinen abhängt. Als Tipp hatte ich abschließend festgehalten, deine Aufmerksamkeit zu schärfen, was alles in deinem privaten und beruflichen Umfeld in Routinen abläuft. Heute hinterlasse ich für alle jene, die die eine oder andere Gewohnheit eventuell ändern wollen, eine Anregung, die dich dabei auch noch unterstützen kann.

 

Veränderungen sind sowieso oft schon schwierig genug, weil es etwas Neues in unser Leben bringt, was wir noch nicht (so gut) kennen. Noch herausfordernder ist es, wenn es sich dabei um eine lange gelebte Gewohnheit handelt, die du ändern möchtest. Viele kennen es, dass dies zunächst nur mit eiserner Selbstdisziplin und ganz viel Krafteinsatz „gegen dich selbst“, nur mit Selbstüberwindung zu funktionieren scheint. Nehmen wir als Beispiel das Ziel, mehr Sport zu treiben. Trotz Regenwetter rein in die Laufschuhe und raus auf die geplante Runde statt gemütlich mit einem guten Buch den Sonntag auf der Coach zu verbringen: Dies auch wirklich konsequent und auf Dauer durchzuhalten, fällt vielen schwer.

Heute gebe ich dir eine weitere Anregung mit auf den Weg, die zunächst noch gar nichts mit deinem konkreten Änderungswunsch zu tun haben scheint. In einem wissenschaftlich begleiteten Versuch (Leider finde ich das „Psychologie Heute“-Heft nicht mehr, in welchem ich meine, den Bericht darüber gelesen zu haben. Wenn jemand von euch Infos dazu für mich hat, freue ich mich über eine Rückmeldung!) wurde eine Gruppe von Personen, die sich vorgenommen hatten, abzunehmen (was bedingt, dass sie ihre Ernährungsgewohnheiten ändern müssten), mit einer ganz anderen Aufgabenstellung konfrontiert. Sie sollten täglich versuchen, etwas bisher Gewohntes in ihrem Alltag anders auszuführen, also Routinen zu durchbrechen.

Beispiele: Einen anderen Weg zur Arbeit nehmen. Im Restaurant etwas anderes bestellen als das, was sonst im Regelfall in die engere Auswahl kommt. Ein anderes Lokal aufsuchen und um das Stammcafe mal einen Bogen zu machen. Und so weiter.

Was ist passiert: Die Gruppe hat trainiert, Routinen zu bemerken und hat sich geöffnet dafür, einfach etwas anderes auszuprobieren. Ergebnis war, dass die TeilnehmerInnen letztlich mit Erfolg Gewicht verloren haben. Weil sie durch dieses Üben scheinbar sensibilisiert und offen waren, ihre Ernährungs- (und eventuell Bewegungs-)Gewohnheiten zu bemerken und zu ändern.

Was fällt dir ein? Was kannst du anders machen als bisher? Es macht Spaß, glaube mir. Gestern zum Beispiel hatte ich mir vorgenommen, beim Wocheneinkauf im Supermarkt meine Runde in die entgegengesetzte Richtung zu drehen. Gar nicht so einfach!

Viel Spaß beim Ausprobieren von Neuem!
Schreib mir doch, wie es dir dabei ergeht, und was du alles ausprobiert hast!
Ich freue mich über jeden Erfahrungsbericht.

Mit sonnigen Grüßen
elke

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