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Die Bilder in unserem Kopf. Nicht selten sind wir uns dessen, was uns rund um die Uhr antreibt, gar nicht so richtig bewusst. SELBSTBEWUSST würde bedeuten, dass wir diese Bilder gut kennen, die durch unsen Kopf geistern? Diese Vielzahl an Idealen – also idealen Vorstellungen, welchen wir genügen sollen. Bilder eben. Von klein an werden diese gemalt, ausgeschmückt, werden Details im Laufe des Lebens hinzugefügt, andere Bildinhalte übermalt – scheinbar wie von Zauberhand, oftmals gänzlich ohne unser aktives Zutun.

So laufen wir dann alle mit unzähligen Soll-Vorstellungen im Kopf herum, wie wir denn zu sein hätten, damit wir gut genug sind:

bilder im kopf II

Wie sollen wir als Frau sein? Wie als Mitarbeiterin, als Chefin? Als Partnerin, Mutter, Freundin, Nachbarin, …? Wie soll unsere Wohnung aussehen? Wie sauber muss sie sein, wie ordentlich? Wie unser Garten? Wann sind wir gescheit genug, hübsch genug, sexy genug, interessant genug? Wie fit sollen wir sein? Wie soll unsere Freizeit ablaufen? Was sollen wir uns leisten können?

Doch wo kommen sie her, diese Bilder? In vielem prägt uns die Familie (- so wenig wir dies auch in jungen Erwachsenenjahren oft wahrhaben wollen 😉 oder LehrerInnen, FreundInnen sowie andere wichtige Bezugspersonen. Vorbilder, die wir uns gewählt haben, nehmen Einfluss auf uns. Die Medien tun ihr übriges. Beinahe jeder Film, den wir sehen, jedes Buch, das wir lesen, wirkt auf uns und unsere Idealvorstellungen von uns selbst.

Jetzt sind Ideale per se nichts Schlechtes. Sie spornen uns an. Sie stellen Ziele dar und motivieren uns, selbige zu erreichen.
So weit, so gut.
Aber was zeigt uns die Realität? Was sehen wir, wenn wir uns selbst und unsere Mitmenschen beobachten:
Viele laufen im Hamsterrad, stets bemüht den Soll-Bildern zu entsprechen und machen eher den Eindruck, dass ihnen auf dem Weg zum Ziel die Puste ausgeht. Denn das Hamsterrad dreht sich immer weiter. Und den gewünschten Soll-Zuständen kommen wir nicht wirklich näher – mitunter auch, weil während des Laufens die Latte, die es zu überspringen gilt, immer aufs Neue höher gelegt wird.

Um daran etwas ändern zu können, braucht es zunächst einmal Selbstbewusstsein. Ich höre ihn schon, den Seufzer: „Ja, wenn ich selbstbewusster wäre, dann wäre das eh alles viel leichter.“ Stimmt. Tun Sie etwas dafür! Die gute Nachricht: Nichts leichter als das! Denn SELBSTBEWUSST bedeutet zunächst mal nichts anderes, als sich SELBST BEWUSST zu werden. Daher ist der erste, aber wichtige Schritt: Halten Sie Nachschau, welche Bilder da überhaupt durch Ihren Kopf spuken, woher diese kommen, und fragen Sie sich, welche davon Ihre eigenen sind und welche Sie lieber – zumindest ein Stück davon – über Bord werfen möchten.

Um Sie bei diesem sich SELBST BEWUSSTER – Werden zu unterstützen, habe ich einige Anregungen für Sie in einem Arbeitsblatt zusammengefasst, welches Sie hier downloaden können:

Arbeitsblatt Die Bilder im Kopf_Wie haben wir angeblich als Frau zu sein_Blog gutgenug

Was ich Ihnen noch mit auf den Weg geben möchte: Setzen Sie sich bitte nicht unter Druck. Veränderung braucht Zeit. Viele kleine Schritte bringen Sie auch ans Ziel!

Viel Spaß beim SELBSTBEWUSST Werden und Sein! 🙂

Ihre Elke Edlinger

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