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Hat Dornröschen nach der Hochzeit wieder weitergeschlafen?

Wie lebt Pippi Langstrumpf, seit sie erwachsen ist?

 

Auf einmal war er da – ein möglicher Titel für ein Seminar, das ich noch gar nicht erfunden hatte. Vielmehr, von dem ich noch nicht einmal wusste, dass ich es halten wollen würde:

 

„Auf dem Weg vom Dornröschen zur Pippi Langstrumpf.“

 

Und seither kreist dieser „Satz“ in meinem Kopf herum. Will, dass ich schwanger damit herumlaufe mit dem Ziel, letztlich den Kreißsaal aufzusuchen, um so ein Seminar auf die Welt zu bringen.

[Kleiner Einschub zum Thema „Gut genug.“: Früher hätte ich mich nie und nimmer getraut, etwas, das de facto nur als Titel und mit ein paar losen Fadenenden, worum es dabei gehen könnte, existiert, zu veröffentlichen. Heute tue ich es. Denn schon das ist gut genug – noch nicht für das Abhalten eines Seminars, jedoch für den Moment. 🙂 ]

 

Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt …

Was hätte ich als kleines Mädchen darum gegeben, so wie Pippi sein zu können. So mutig, so selbstbewusst, so stark, so selbstbestimmt. Einzig die Vorstellung, allein in einem Haus zu leben, erschien mir als Dauerzustand weniger erstrebenswert (Ok, ok, Pippi hat nicht ganz allein gelebt. Da waren ja noch der Kleine Onkel und Herr Nilsson.).

Im Gegenzug verspürte ich jedoch niemals den Wunsch, wie Dornröschen ein Jahrhundert hindurch schlafend zu warten, bis mich jemand wachküsst.

pippi karte

Als Erwachsene habe ich mir irgendwann diese Postkarte gekauft. Sie begleitet mich nun schon lange, steht oder hängt immer in der Nähe meines Schreibtisches. Meine früheren Jobs haben gewechselt, die Karte blieb.

Wenn ich darüber nachdenke, wie ich heute lebe und welchen Weg ich bisher gegangen bin, so scheint es, dass ich doch so einiges von Pippi lernen konnte. In vielen Bereichen habe ich mich selbst aus dem abwartenden Schlaf aufgeweckt, bin aktiv geworden, habe die Verantwortung für mein Wohlergehen selbst übernommen, wurde ich zur Gestalterin meines Lebens, zur Schöpferin meines Selbst. Und trotzdem kenne auch ich da oder dort noch Anteile von dornröschenhaftem Verhalten an mir, wie das Warten darauf, dass andere doch endlich etwas tun mögen, damit sich bestimmte meiner Wünsche erfüllen.

Nun gut. Ich spinne weiter an meiner Seminaridee. Es hilft eh nichts, ich werde sie nicht mehr los.
Aktuell beschäftigen mich eben die in meinen Augen spannenden Fragen:
Hat Dornröschen nach der Hochzeit wieder weitergeschlafen?
Und wie lebt Pippi Langstrumpf, seit sie erwachsen ist? 🙂

Eine kleine Übung für dich …

lasse ich jedoch jetzt schon da.
(Die Anregung hierfür habe ich entnommen dem Buch „Therapie Tools Positive Psychologie. Achtsamkeit, Glück, Mut.“ von Bea Engelmann, erschienen im Beltz Verlag, 2012):

Angenommen, du wärst so wie Pippi Langstrumpf.
Also ohne Sorge darüber, was andere über dich denken könnten.
Angenommen, du würdest so wie Pippi frei und unbeschwert durchs Leben hüpfen, im vollen Zutrauen, alles zu schaffen und zu dürfen:

 

Was würdest du tun?
Was wäre dir möglich?

 

Schreibe die Ideen, die dir in den Sinn kommen, am besten auf. Es macht einen Unterschied, ob wir nur über etwas nachdenken oder unsere Gedanken auch zu Papier bringen.

Und sei bitte geduldig mit dir!
Außerhalb eines gewohnten Rahmens zu denken, gelingt oftmals nicht gleich.
Wenn deine Ideen nicht sofort auf Anhieb nur so sprudeln, so ist das völlig normal. Warte zu.

Lege dann die begonnene Liste an einen Platz, wo du täglich (mehrmals) vorbeikommst. Ergänze, wenn dir weitere Ideen einfallen.

Falls du musikalische Inspiration für diese Übung brauchst, hier findest du den Song. 🙂
Fällt dir diese Übung leicht oder ist es eher schwer, sich vorzustellen, so frei und selbstbestimmt wie Pippi Langstrumpf zu sein?

Hinterlasse doch einen Kommentar oder maile mir an elke.edlinger@gfgi.at !
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By the way: Seh ich da den Anflug von Sommersprossen in deinem Gesicht und Ringelstrümpfe an deinen Beinen? 😉

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