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In 5 Schritten zur absoluten Effizienz. 5 Dinge, damit du deine Zeit perfekt im Griff hast. 5 Tipps, wie du immer glücklich sein wirst. 5 Dinge, die du machen musst, um selbstbewusst zu sein … Klickst du solche Beiträge auch mit großer Regelmäßigkeit an?

 

Ich schon. Weil man mich damit immer erwischt in meiner blöden, verzweifelten Hoffnung, irgendwann perfekt werden zu können. Und ich gestehe, einige Tipps, die ich in solchen Beiträgen lese, sind durchaus ok.

Das, was diese – oft eh wohlmeinenden, oft aber auch nur aus Geschäftsinteresse heraus getätigten – Ratschläge aber im Großen und Ganzen bei mir zurücklassen, ist der Eindruck, dass es eh ginge, wenn ich nur konsequenter, besser, disziplinierter, zielorientierter oder was auch immer wäre.

Ich bin also die, die wieder mal unfähig ist, sich richtig zu verhalten.
Es wäre eh so leicht und ginge ganz schnell und einfach, wenn nur ich besser wäre.

So einen schalen Beigeschmack haben viele dieser Art von Beiträgen auf mich.

 

Und das, obwohl …
… ich weiß, dass persönliche Veränderung (mitunter viel) Zeit braucht.

… ich überzeugt davon bin, dass es nicht den einen, einzig richtigen Weg für alle gibt. Dass jeder Mensch verschieden tickt, und es daher auch kein einziges Patentrezept für alle geben kann.

… längst wissenschaftlich bewiesen ist,  dass nicht wenige Vorschläge, die ich dort finde, einfach Schrott sind. So zum Beispiel die Geschichte mit den Affirmationen. Völlig verkürzt wird oft empfohlen, wir bräuchten uns gewisse Dinge einfach nur lange genug vorsagen, damit wir sie irgendwann glauben. „Ich bin groß und stark und vollkommen“ oder was auch immer. Solche Sätze stärken nur jene, die grundsätzlich bereits ein Mindset in diese Richtung haben. (Aber das ist einen eigenen Blogbeitrag wert, merke ich gerade.)

 

Nur, damit ich nicht falsch verstanden werde. Ich bin die Letzte, die meint, persönliche Weiterentwicklung macht keinen Sinn.  Oder: Persönliches Wachstum wäre nicht anstrebenswert.

 

Allerdings plädiere ich dafür, dass …

 

1.) … du vorsichtig umgehst, mit solchen angeblichen Patentlösungen und Tipps, die scheinbar für alle und jederzeit passend sein sollen. Sieh dich in deiner Einzigartigkeit und suche nach für dich wirklich passenden Schritten.

2.) … du nicht zulässt, dass du dich durch die vermeintlich einfachen Lösungen, die hier versprochen werden, noch selbstkritischer, also als noch weniger genügend betrachtest.

3.) … du hinterfragst, ob es wirklich DEINE Ziele sind, die du so zu erreichen versuchst. Oder, ob es eher was damit zu tun hat, weil es heute gesellschaftlich einfach „erwartet wird“ von uns, erfolgreich, effizient, etc. zu sein.

4.) … du dir auch die Zeit lässt, die es für eine persönliche Veränderung, die du anstrebst, einfach braucht. Sei geduldig mit dir und auch nachsichtig, wenn es zunächst mal nicht und nicht klappen will.

5.) … du dir auch – zumindest da oder dort – gönnst, dass du jetzt einfach mal gar nichts an dir herumändern musst. Da du so, wie du bist, in all deiner Unvollkommenheit, trotzdem in Ordnung, liebenswert und wertvoll bist. 🙂

 

In diesem Sinne habe ich dir auch „5 Dinge“ hiergelassen, die dir helfen mögen, dich ein wenig zu entspannen und dich selbst wie eine gute Freundin zu behandeln.
Seien wir gut zu uns, wir verdienen es!

 

Alles Liebe dir und mit sonnigen Grüßen
elke

 

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Fotoquelle: Fotolia

 

 

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