Ich poste auf Facebook oft Fotos von der Morgendämmerung. Sonnenaufgänge, die mich in ihren Bann ziehen. Den Tagesanfängen wohnt für mich ein Zauber inne, wenn ich mir die Zeit gönne, zumindest kurz in ihnen zu verharren. Diese Minute am Fenster, den Blick auf den Horizont gerichtet. Oft wie ein staunendes Kind. Mitgerissen von der aufstehenden Energie. Der Himmel zeigt mir, dass wir jeden Tag aufs Neue eine Chance bekommen. Egal, was gestern war. Egal, was ich gestern getan habe oder nicht. Der junge Tag bringt die Möglichkeit, es heute besser zu machen. Besser – nicht im Sinne von höher, schneller, weiter, …  – sondern ein Besser, welches mir und meinem Sein mehr entspricht.
Diese kurze Weile am morgendlichen Fenster ist mein regelmäßiger Ermutigungstrank.
Er hilft mir, mich im Vertrauen zu üben, dass mein Weg sich zeigen wird.

Doch darüber wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. Was ich dir erzählen will, ist etwas anderes.

Meist kombiniere ich das Sonnenaufgangsfoto auf Facebook mit ein, zwei Sätzen, die mir gerade in den Sinn kommen, und speziellen Wünschen für den Tag an meine FreundInnen. Heute Morgen habe ich mich schreiben sehen:

„Was wäre heute möglich, wenn wir uns nicht selbst im Weg stehen?
Ich wünsche euch einen Tag voller Mut zu Möglichkeiten und Erkenntnissen!“

Ich denke da nicht darüber nach, was ich schreiben könnte. Suche nicht mit dem Verstand nach passenden Worten. Vielmehr versuche ich, einen Impuls in mir hochkommen zu lassen. Ihn zu empfangen. Manches Mal schreiben mir Frauen in ihren Kommentaren, dass es genau das war, was sie im Moment benötigt haben. Doch heute war ich es offensichtlich, der die Zeilen vorrangig gewidmet waren.

Die Frage „Was wäre heute möglich, wenn ich mir nicht selbst im Weg stehe?“ ließ mich nicht los.

„Wo stehe ich mir denn im Weg?“, wollte ich von meiner inneren Weisheit wissen.

Die ersten Antworten, die ich erhielt, waren diese zwei Begriffe:

Empfangen.

Eintauchen in mein Sein.

„Mein Sein“ schrieb ich hernach auf ein Blatt Papier und umkreiste diese an sich kleinen Worte, die so etwas Großes ausdrücken wollen, mit dem Kugelschreiber.

„Was ist mein Sein?“ – stand danach darunter. Ebenso wie – etwas später:

„Meine Essenz leben – wie?“

Und dann sammelten sie nach und nach auf dem Blatt die Hinweise, wodurch dieses Wie denn möglich würde:

Das Tun loslassen.
Nicht wissen zu müssen.
Mich leeren.
Nicht wissen zu müssen, was zu tun ist.
Kein Tun.

Die weiteren Antworten hier öffentlich zu schreiben, erfordert jetzt eine ordentlich Portion Mut von mir:

 

Mein Sein ist das Besondere.

 

Dann poppte er plötzlich wieder auf, jener Satz, der sich mir in der letzten Woche geschenkt hat:

 

„Durch mein Sein Wegweiserin sein.“

 

***

Einschub:

Dieser Satz war die Erkenntnis aus einer Übung, zu welcher mich Nohila Driever vor ein paar Tagen durch ihren Newsletter inspiriert hatte. Sie beschreibt diese Übung, wie sie sich der Frage nach ihrer Aufgabe gestellt hatte, in ihrem Blog. Hier kannst du den Beitrag lesen.

Sensationell! Wie wunderbar! Das Leben ist gut zu mir! Weil ich dir den Link jetzt hier reinstellen wollte, habe ich den Blogartikel nochmal aufgerufen und nun auch zu Ende gelesen. Denn letzte Woche habe ich nur die darin verpackte Übung registriert gehabt. Die weisen Sätze Nohilas darüber, wie wir führen können, hatte ich doch glatt bisher „überlesen“.

***

 

Wir waren aber vorhin eigentlich bei „Durch mein Sein Wegweiserin sein.“

Sogleich stockte mir zunächst wieder der Atem. Ja, um Himmels Willen, wer bin ich denn, dass ich glaube, so groß sein zu dürfen? „Wegweiserin sein“ … das ist doch völlig anmaßend!

Noch dazu nicht durch mein Tun, sondern durch mein Sein! Etwas, was für eine wie mich, ein Kind der Leistungsgesellschaft, auch heute noch (nach unzähligen Runden des Aufarbeitens der alten Themen und Muster) nur schwer vorstellbar erscheint. Jahrzehntelang bin ich trainiert darin, zu tun und noch mehr zu tun – im Glauben, erst dadurch wirklich wirksam werden zu können. Noch mehr Wissen anzuhäufen. Noch mehr Tools zu lernen. Noch mehr (an mir) zu arbeiten, um zu genügen. (By the way: Wem eigentlich?)

Auch, wenn ich hier bereits viele Jahre an mir gearbeitet habe,
auch, wenn ich diesbezüglich bereits einen langen Weg hin zur Annahme meines Seins hinter mich gebracht habe,
auch, wenn ich gelernt habe, mich mehr und mehr zu achten und zu respektieren, …

… die alten Muster, sie können immer wieder zuschlagen.

Als Nächstes gesellte sich auch noch ein interessanter Glaubenssatz hinzu, dem ich als Unternehmerin offensichtlich aufsitze:

„Das bezahlt mir niemand.“

Warum um alles in der Welt sollte mir für mein Sein jemand Geld geben?

Ui, es schien so, dass ich auf einer guten Spur war. Ich schritt auf meiner Entdeckungsreise voran, in dem ich mir neue Fragen stellte:

Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?
und
Was wäre möglich ohne diesen Gedanken?

Da werde ich nun weiter (in mir) forschen.
Denn die ersten Hinweise fühlen sich sehr spannend an, sie tönen

Nach viel Energie. Meiner Energie.
Nach Mut.

Und nach Heilung.

 

Um dir zu zeigen, dass Wunder täglich möglich sind (wenn wir ihnen nicht im Weg stehen), berichte ich dir auch noch kurz darüber, was anschließend geschah:
Ich hatte „zufällig“ für diesen Vormittag ein Skype-Gespräch mit Nohila vereinbart gehabt. Sie hatte es mir von sich aus angeboten, weil ich ihr immer wieder in den Sinn kam und ihr aufgefallen war, dass ich bei einem konkreten Projekt (weswegen wir letztes Jahr Kontakt hatten) nicht weiterzukommen schien.
In unserem Gespräch hat mir Nohila (unter anderem auch durch eine geführte Meditation) einen Eindruck davon vermittelt, welche Bereiche meines Seins ich noch viel mehr zulassen darf und wie der Weg dorthin aussehen, wie ich vorangehen kann.

So reichlich beschenkt mich das Leben.
Das ist pure Magie.

Weißt du, jede von uns kann vielleicht ihren Weg selbst finden.
Aber oftmals kommen wir rascher voran, wenn wir Unterstützung von anderen annehmen.

Womit sich der Kreis schließt und wir wieder beim jenem Wort angelangt sind, welches ich als erste Antwort auf meine Frage „Was wäre heute möglich, wenn ich mir nicht selbst im Weg stehe?“ bekommen hatte:

EMPFANGEN.

Ich werde dir berichten, meine Liebe, wie sich das alles weiterentwickelt. Was ich noch alles empfangen darf.
Denn – sollte mein Satz wahr sein – vielleicht könnte ich auch dir dadurch ein Stück weit den Weg weisen.

Ich freue mich, wenn du mir mitteilst, ob dich Blogbeiträge wie diese überhaupt interessieren! Ob ich dir auch hiermit weiterhelfen kann.

Mit Herzensgrüßen

deine Elke

PS: So, jetzt nehme ich meinen letzten für heute verbliebenen Mut zusammen und veröffentliche diesen Artikel.

 

 

 

Beitragsbild:
Das Portrait von Elke Edlinger ist von Rudi Ferder 

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