Herzlich Willkommen zu Tag 6! Wünscht du dir mehr Selbstliebe? Heute erkläre ich dir, warum du dafür gar nichts tun musst.

(Fürs Lesen dieses Textes benötigst du rund fünf Minuten.)

 

Auf diesen Beitrag freue ich mich schon seit Tagen. Weil das, wozu ich dich heute einlade, zu den schönsten Erfahrungen zählt, die ich machen durfte und darf. Aber lass mich von vorne beginnen …

Wir leben in einer Kultur des Mangels. Dass etwas zu wenig wäre, noch nicht gut genug ist, erst erreicht werden muss, … – darauf ist viel zu oft unsere Aufmerksamkeit konzentriert. Das ZU WENIG steht oft ganz automatisch in unserem Fokus. Gesellschaftlich und privat: Zu wenig Wirtschaftswachstum, zu wenig Innovation, zu wenig Zeit, zu wenig Geld, zu wenig geleistet, zu wenig erfolgreich, zu wenig gereist, zu wenig glücklich, zu wenig wenig Liebe, zu wenig Selbstliebe.

Permanent kultivieren wir dieses Denken im Mangel. Auch auf uns selbst bezogen.

Es besteht die Gefahr, dass auch ich mit diesem Adventkalender diesen Fokus auf den Mangel nähre. Denn mit meinen Beiträgen füttere ich eventuell bei dir das Gefühl, dass du besser werden musst, weil du erst lernen musst, dir selbst eine gute Freundin zu werden. So, wie du bisher mit dir umgehst, sei es noch nicht gut genug. Das will ich nicht! Das wäre völlig kontraproduktiv!

Daher geht es heute darum, NICHTS ZU TUN.

Nichts tun. Weil du so, wie du heute bist, bereits vollkommen in Ordnung bist.

 

Im Drang, angeblich ständig etwas tun zu müssen, machen wir uns schnell mal mit dem Wunsch nach der permanenten Selbstoptimierung ziemlichen Druck.

Wie wäre es, wenn du jetzt zu dir sagst:

Heute reicht es vollkommen, wenn ich einfach nur da bin.
So wie ich bin.
Mit all meinen Stärken und Schwächen.
In all meiner Unvollkommenheit.
Heute gilt es nichts zu verändern und nichts zu tun.

Es ist im Moment gut so, wie es ist.
Ich bin in Ordnung so, wie ich bin.
Ich bin da. Das reicht. Das ist gut genug.

 

Dieses Einfach-nur-so-sein-Dürfen macht einen Teil des Gefühls aus, welches ich meinte mit „den schönsten Erfahrungen, die ich machen durfte und darf.“. Der andere Teil speist sich aus folgendem:

Vielleicht denkst du jetzt: „Ja schon, aber dazu muss ich erst lernen, mich selbst mehr anzunehmen, mich selbst mehr zu lieben.“

Achtung: Mangeldenken!

Das glaubte ich früher auch. Ich war der Überzeugung, dass ich zunächst erst an mir arbeiten muss, dass ich erst üben muss, mich selbst anzunehmen. Dass ich erst lernen muss, mich selbst zu lieben.

Mittlerweile weiß ich, dass diese Vorstellung großteils meinem Kopfkino entsprungen ist.
Natürlich tragen wir alle Glaubenssätze in uns, die beim freundlichen Umgang mit uns selbst nicht gerade förderlich sind. Natürlich haben wir alle verschiedenste Prägungen, die uns veranlassen, uns selbst immer wieder zu kritisieren und abzuwerten.

Jedoch: Dies alles deckt nur etwas zu. Dies alles verhindert nur, dass wir spüren können, was einfach da ist:
Unsere Liebe zu uns selbst.  

Was ich erfahren durfte, ist, dass wir alle mit dieser Liebe und Freundlichkeit zu uns selbst von Geburt an ausgestattet sind.
Wir alle haben sie einfach von Anfang an mitbekommen.

Selbstliebe und ein freundlicher Umgang mit dir selbst gehören zu deiner Grundausstattung. Das ist kein Extra, welches du dir erst erarbeiten musst.

 

Im Innern deines Herzens liebst du dich.

Selbst dann, wenn du das in diesem Moment nicht spürst.

 

Das ist ein Naturgesetz.

Es geht also nicht darum, sich etwas erst aneignen zu müssen.

Du hast es bereits!

 

Vielleicht braucht dein Verstand noch eine kleine Unterstützung, um dies glauben zu können:
Alles andere wäre völlig unlogisch! Was würde es für einen Sinn machen, wenn die Evolution Menschen hervorgebracht hätte, die mit einem Gefühl des Sich-Nicht-Mögens auf die Welt kommen? Dann hätte die Menschheit gar nicht überleben können. Denn, wenn unsere Ururur-AhnInnen sich selbst nicht völlig selbstverständlich geliebt hätten, hätten sie ja alles getan, um sich selbst zu schaden. Und dann wären wir heute nicht hier.
Warum weint ein kleines Baby, wenn es Hunger hat? Weil es möchte, dass es ihm gut geht, dass es sich wohlfühlt.

 

Ein kleine NICHTS-ZU-TUN-Übung gefällig?
(Das ist zwar ein bisserl ein Widerspruch in sich … 😉 )

Vielleicht magst du ja deine Arme um dich schlingen und dich ein wenig hin- und herwiegen, so als ob du ein kleines Kind im Arm halten würdest. Vielleicht magst du dich einfach einmal körperlich, gefühlsmäßig darauf einlassen:

Du musst jetzt gar nichts tun.
Deine Liebe zu dir selbst ist längst da.

Eventuell zeigt sie sich jetzt schon. Eventuell spürst du bereits ein kleines Flämmchen in dir. Eventuell fühlt es sich in deiner Herzgegend bereits leicht warm an.
Und falls dies gerade nicht der Fall ist, ist es auch völlig ok.
Es reicht zu wissen, dass deine Liebe zu dir da ist.
(Ich spüre die Liebe zu meinem Mann und zu meinem Sohn auch nicht rund um die Uhr. Und trotzdem weiß ich, dass sie da ist.)

 

Wie geht es dir mit dem Gedanken, den ich heute versucht habe zu vermitteln? Fühlt es sich gut an? Spürst du Widerstand in dir? Ich bin gespannt auf deine Rückmeldung, Ergänzung, Fragen. Schreib doch gleich unter diesem Artikel einen Kommentar dazu!

Eine Bitte habe ich noch: Hast du Freundinnen, denen dieser Gedanke auch gut tun würde? Dann mach sie doch auf diesen Adventkalender aufmerksam. Danke dir fürs Teilen!

Nimm an, was in dir längst für dich da ist.
Du verdienst es.

Morgen erzähle ich dir, was mir geholfen hat, meine Selbstliebe zu spüren.
Ich freue mich, wenn du wieder vorbeischaust und wünsche dir einen Tag voller Liebe!

Herzlichst,
deine elke

PS:
Hier noch die Links zu den anderen Adventkalender-Türchen:
Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4, Tag 5

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