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Herzlich Willkommen zu Tag 4! Diesmal geht es um die Würdigung und Wertschätzung des Weiblichen.

(Fürs Lesen dieses Beitrags benötigst du rund vier Minuten.)

 

Zunächst danke ich euch für die wunderbaren Rückmeldungen zum gestrigen Beitrag! Bitte lies auch immer die Kommentare zu den Beiträgen, so es welche gibt. Gestern zum Beispiel wurden ganz tolle Tipps und wertvolle Erfahrungsberichte in den Kommentaren abgegeben. Und scheue dich bitte nicht, auch selbst einen Kommentar zu verfassen! Wir anderen profitieren von deinen Erzählungen und Hinweisen! Dadurch entsteht ein Austausch untereinander. Und damit sind wir schon fast beim heutigen Thema …

 

Heute ist Barbaratag. Der Überlieferung zufolge wurde die Heilige Barbara schwer misshandelt und letztlich getötet, weil sie sich weigerte, von IHREM Weg, für den sie sich entschieden hatte, abzugehen. Ich nehme diesen Tag zum Anlass, um heute etwas anzusprechen, was meiner Meinung nach einen wesentlichen Einfluss darauf hat, warum die Frage, wie wir uns selbst eine bessere Freundin sein können, überhaupt eine große Herausforderung für so viele Frauen ist.

 

Warum ist die Wertschätzung und Würdigung des Weiblichen  nicht immer und überall eine völlige Selbstverständlichkeit?

Warum ist es für so viele Frauen ein Problem, sich selbst als wichtig, wertvoll und als gut genug zu erachten?

 

Gestern habe ich eine Zeitung aufgeschlagen. Auf den Politik- und Wirtschaftsseiten waren mehrere Fotos. Darauf waren mit einer einzigen Ausnahme ausschließlich Männer abgebildet. Als ob nur Männer etwas zu sagen hätten und den Ton angeben dürften. Auf einer anderen Seite wird darüber berichtet, dass eine Frau Opfer „häuslicher Gewalt“ wurde (Hat das Haus sie verletzt?).
Es gibt Tage, da regt mich all dies auf. Es gibt Tage, da registriere ich dies gar nicht mehr bewusst. Aber ich weiß, dass unser Unterbewusstes stets am Arbeiten ist. Rund um die Uhr nimmt es wahr und ordnet ein. Ohne unser bewusstes Zutun.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Mir geht es hier nicht darum, über die ach so bösen Männer zu schimpfen. Und ich glaube auch nicht, dass Frauen im Gegenzug dazu alle engelhaft, gütige und unschuldige Wesen wären. Überhaupt nicht!

Worauf ich hinaus möchte, ist die Tatsache, dass es mit den kleinen Mädchen, den heranwachsenden Teenagerinnen und erwachsenen Frauen einfach etwas macht, wenn sie in einer Welt leben, in der das Weibliche oftmals weniger wichtig und weniger wert zu sein scheint.

 

Beginnen wir unsere diesbezügliche Reise bei Eva, die für die Vertreibung der Menschheit aus dem Paradies die Schuld trägt, weil sie Adam zum Genuss des Apfels verführt haben soll. Schauen wir vorbei bei der Tatsache, dass in vielen großen Religionen eine Art männliche Gottesvorstellung existiert. Machen wir Station bei den Hexenverbrennungen im Mittelalter. Und landen wir später in der Gegenwart, wo es noch immer Aktionen wie „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“, wie sie aktuell wieder laufen, geben muss.

All das ist meiner Meinung nach tief und fest eingeprägt – über Jahrhunderte hinweg – in so etwas Ähnlichem wie einem kollektiven weiblichen Selbstverständnis.

Wenn andere Frauen in ihrer Weiblichkeit missachtet, geringgeschätzt, misshandelt und entwürdigt wurden und werden – egal, wann und wo auf dieser Welt – betrifft es immer auch mich.

Wir alle sind irgendwie miteinander verbunden.

Das klingt ziemlich fatal und hat den Beigeschmack, als wären wir all dem ausgeliefert. Das empfinde ich nicht so. Denn:

 

Was wir tun können, ist, das Weibliche zu würdigen und zu feiern.

Dem Weiblichen jenen Stellenwert zukommen zu lassen, der unserem Geschlecht gebührt.

 

Und das tust du zum Beispiel bereits dadurch, weil du hier mitmachst. Weil du dich selbst wichtig nehmen möchtest. Weil du gut zu dir selbst sein möchtest.

Meine Erfahrung ist:

 

Die Würdigung der Weiblichkeit wird im Kreis von Frauen genährt.

 

Dieser Adventkalender und alle, die sich daran beteiligen, bilden ebenso einen solchen Kreis der Wertschätzung.

 

Was ich darüber hinaus versuche zu tun?

Ich trage zum Beispiel ein Band am Handgelenk, das mich stets an die Würde und den Wert der Frauen in aller Welt erinnert – und auch an meine eigene Würde und meinen eigenen Wert.

Ich habe mir Symbole gesucht, die für mich die Wertschätzung von Weiblichkeit und die Liebe zu meiner eigenen Weiblichkeit zum Ausdruck bringen. Diese Gegenstände stehen täglich in meinem Sichtfeld vor meinem Schreibtisch.

Und ich versuche andere Frauen zu ermutigen, gut zu sich zu sein und ihren eigenen Weg zu gehen.

 

Ich weiß, das war heute ein etwas „unüblicher“ Beitrag. Eventuell kannst du mit diesem – im Vergleich zu den anderen Adventkalendertürchen – eher weniger anfangen.

Mir war es einfach ein Anliegen, dass wir diese übergeordneten Aspekte nicht völlig ausblenden, wenn es darum geht, wie wir lernen, uns selbst bessere Freundinnen zu werden.

Für diesen, DEINEN Weg wünsche ich dir alles erdenklich Liebe!

 

Eine Bitte habe ich noch: Ermutige doch auch deine Freundinnen, gut auf sich selbst zu schauen! Zum Beispiel, indem du sie auf diesen Adventkalender aufmerksam machst. Danke dafür! 🙂

Sei gut zu dir!
Du verdienst es.

Ich freue mich, wenn wir uns morgen wieder lesen und schicke dir sonnig-weibliche Grüße!

Herzlichst,
deine elke

PS:

Hier noch die Links zu den anderen Adventkalender-Türchen:
Tag 1, Tag 2, Tag 3

PPS:
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