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Herzlich Willkommen zu Tag 14! Weißt du, was dir wirklich wichtig ist? Heute geht es darum, wie du erkennst, was DEIN Weg ist.

(Fürs Lesen dieses Beitrags brauchst du rund sechs Minuten.)

 

Im gestrigen Adventkalendertürchen drehte sich alles um deine Träume. Es ging darum, dir selbst zu erlauben, zu träumen. Und um einen achtsamen Umgang mit deinen Träumen, damit sie nicht zertrampelt werden.

Das, wovon du träumst, hängt eng zusammen mit dem, was dir wirklich wichtig ist in deinem Leben. Bei dieser Frage möchte ich heute bleiben:

 

Bist du dir klar darüber, was dir so richtig wichtig ist?

 

Warum ist es denn überhaupt notwendig, das so genau zu wissen?
Dir selbst eine gute Freundin zu sein, heißt auch, dein EIGENES Leben zu führen – also dir selbst, deinen Werten, eben dem, was dich ausmacht und was dir wichtig ist, treu zu sein.
Nur dann, wenn du weißt, was da alles dazu gehört, kannst du umfassend für dich selbst eintreten. Nur dann kannst du dafür sorgen, dass du diesem EIGENEN ausreichend Platz einräumst in deinem Leben.

An was orientierst du dich?
Viel zu oft ziehen wir Dinge heran, weil sie angeblich wichtig sind, weil sie in deinem privaten oder beruflichen Umfeld als anstrebenswert erachtet werden.
Wenn du aber für dich sicher weißt, was wirklich das DEINE ist, wie du leben möchtest, dann können dich die Ansprüche anderer nicht so schnell von deinem eigenen Weg abbringen. Dann verfügst du über Leitsterne, die für dich leuchten und die dir DEINEN Weg weisen.

Warum ist es manchmal so schwer, die eigenen Leitsterne zu erkennen?
Sich mehr an deinem Inneren und weniger am Außen zu orientieren, ist eine Herausforderung: Weil wir zugehörig sein wollen. Weil wir von anderen anerkannt und geliebt werden wollen. Weil wir permanent durch die uns umgebenden Bilder, durch Medien, Werbung etc. damit konfrontiert werden, was angeblich wichtig und erstrebenswert wäre. Daher brauchen wir die kontinuierliche Überprüfung: Ist das MEINS? Ist mir das wirklich wichtig?

 

Ich möchte dir ein paar Anregungen geben, die dich dabei unterstützen können, das DEINE (noch besser) zu erkennen. Damit meine ich nicht, dass du dich jetzt auf der Stelle hinsetzen und alles durcharbeiten sollst. Aber vielleicht ist ja die eine oder andere Idee dabei, die dir liegt.
Und eventuell magst du die verbleibenden Tage des Jahres nutzen, um dich ein wenig damit zu befassen. Damit du dann mit einem klaren Orientierungsrahmen gut ins neue Jahr starten kannst.

 

Wer beeindruckt dich?

Es gibt meist Menschen, egal ob wir diese aus dem privaten Umfeld kennen oder ob diese gesellschaftlich bekannt sind, die uns beeindrucken, die uns inspirieren und die wir teilweise auch deshalb bewundern. Solche Vorbilder können gute Hinweise liefern dafür, was dir wichtig ist.
Julia Onken hat in einem Vortrag mal ein schönes Bild dazu verwendet: Wenn du ein Cello hast und im selben Raum wird ein anderes Cello gespielt, dann geht dein Cello dazu in Resonanz.
In dir kann nur schwingen, was bereits in dir angelegt ist. Du hast also ähnliche Saiten/Seiten wie Menschen, die dich beeindrucken.
Hast du solche Vorbilder?
Was genau ist es, was du an diesen Personen so sehr schätzt?
Welche Qualitäten, welche Verhaltensweisen beeindrucken dich an diesen Menschen?
Für welche Werte stehen sie, die dir auch wichtig sind?

 

Was sind deine Lieblingsfilme/Lieblingsbücher?

Auch bei dieser Übung geht es darum, mögliche Cello-Saiten in dir zu erkennen, die zu schwingen beginnen, wenn du an deine Lieblingsfilme bzw. Lieblingsbücher denkst.
Welche drei magst du am meisten?
Warum magst du diese eigentlich?
Wovon handelt die Erzählung jeweils? Was berührt dich dabei?
Was macht es aus, dass du davon so begeistert bist?
Was tut die Titelheldin/der Titelheld? Welche Art von Persönlichkeit ist sie/er?

 

Welche Werte sind dir am wichtigsten?

Ich habe mal für einen früheren Blog-Beitrag eine Liste an Werten zusammengefasst. Diese findest du hier: Werteliste
Was sind deine Kernwerte? (Also jene zehn, die dir am wichtigsten sind.)
Du kannst die Liste durchlesen und spontan die für dich zentralen Werte ankreuzen.
(Im angesprochenen Blogbeitrag findest du auch eine Methode, wie du deine wichtigsten Werte in ein Ranking bringen kannst.)

 

Hier noch drei Anregungen, die recht bekannt sind. Das kommt nicht von ungefähr. Denn auch diese Methoden bringen uns gut mit dem in Verbindung, was uns wichtig ist und was wir uns wünschen:

 

Die Löffelliste.
(Auch bekannt als Bucket List.)

Du kennst eventuell die Tragikomödie „Das Beste kommt zum Schluss“ mit Morgan Freeman und Jack Nicholson. Darin geht es um zwei kranke Männer, die nur mehr begrenzt Zeit auf Erden haben. Jeder der beiden erstellt eine Liste der Dinge, die er noch erleben möchte, bevor er „den Löffel abgibt“.  Sie beginnen dann, diese Wünsche Punkt für Punkt umzusetzen.
Hast du so eine Liste?
Ich habe meine schon vor ein paar Jahren aufgeschrieben, untergliedert in drei Spalten:
Das tue ich. / Das habe ich. / Das erlebe ich.
Meine Löffelliste ist eine Begleiterin für mich geworden. Immer wieder mal lese ich sie durch. Es kommen Ergänzungen dazu. Und besonders schön ist es, wenn ich Dinge abhake, weil ich diese bereits umgesetzt habe.

 

Dein perfekter Tag.

Wenn du dir einen perfekten Tag in zehn Jahren vorstellst, wie läuft dieser ab?
Schreib ihn einfach auf.
Beginnend damit, wo und wie du aufwachst. Wie geht der Tag weiter? Was erlebst du? Was tust du? Wo wohnst du? Mit welchen Menschen umgibst du dich? Was gehört einfach alles zu einem perfekten Tag in zehn Jahren für dich dazu? …

 

Die Rede zu deinem 90. Geburtstag.

Stell dir vor, du feierst deinen 90. Geburtstag und nun hältst du selbst eine Rede oder jemand anderer spricht eine Laudatio für dich.
Was möchtest du, dass über dein Leben darin berichtet wird?
Was möchtest du erreicht und erlebt haben?
Was müsste erzählt werden, damit du als 90-Jährige sagen kannst: Ich habe wirklich gelebt. Ich war lebendig. Und: Es war für mich ein sinnerfülltes Leben.

 

Und noch ein genereller Tipp zum Schluss:

Wann auch immer du dir unsicher bist, ob das jetzt wirklich wichtig für dich ist oder eher weniger, frag doch einfach deinen Körper!
Dein Körper und dein Herz senden dir untrügliche Signale!
Achte auf jede noch so kleine körperliche Veränderung, die du wahrnimmst. Es kann sich zum Beispiel weicher, weiter, wärmer anfühlen, wenn es dir entspricht. Oder eine Anspannung löst sich. Oder deine Atmung verändert sich. Oder …

 

Probiere doch die eine oder andere Anregung einfach aus. Schau, was davon besser für dich passt. Welche Übung spricht dich an? Vielleicht hilft dir eine ganz andere Methode, die du kennst, wesentlich  besser, um dich damit auseinanderzusetzen, was dir so richtig wichtig ist. Vertraue dabei einfach deinem Gefühl.

 

Halte Ausschau nach deinen Leitsternen.
Und geh dann DEINEN Weg.
Du verdienst es.

 

Ich freue mich auf deine Rückmeldung!
Eventuell magst du ja deine Freundinnen ein wenig inspirieren und diesen Beitrag mit ihnen teilen. Danke dir dafür!

Einen Sonntag mit viel von dem, was dir wichtig ist, wünsche ich dir!

PS:
Hier noch die Links zu den anderen Adventkalender-Türchen: Tag 1, Tag 2, Tag 3,
Tag 4, Tag 5, Tag 6, Tag 7, Tag 8, Tag 9, Tag 10Tag 11, Tag 12, Tag 13

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