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Herzlich Willkommen zu Tag 15! Gibst du dem, was dir wirklich wichtig ist, ausreichend Zeit und Raum?

 

 

(Fürs Lesen dieses Beitrags brauchst du cirka drei Minuten.)

 

Gestern ging es darum, ob du weißt, was dir wirklich wichtig ist in deinem Leben.

Heute frage ich dich:

 

Hat das, was dir wichtig ist, ausreichend Platz in deinem Leben?

 

Montagmorgen. Ich versuche mir einen Überblick über die Woche zu verschaffen. Nur mehr neun Tage bis Heilig Abend. Und eine ziemlich Menge, was ich bis dorthin noch auf die Reihe bekommen möchte. Einige beruflichen Projekte sollen noch abgeschlossen werden heuer. Und dann das noch … und das … und das auch …
Es ist gerade mal sechs Uhr in der Früh, und ich fühle mich schon unrund. Wie gejagt. Wird sich das alles ausgehen?
Ich habe erst ein Weihnachtsgeschenk besorgt. Die Vorstellung, mich in den nächsten Tagen in Geschäften durch Menschenmassen durchzwingen zu müssen, angerempelt zu werden, ist mir ein Gräuel. Die Weihnachtslieder, die mir überall entgegenplärren. Der Geruch der gestressten Menschen …
Sogleich spüre ich, wie sich mein Körper anspannt. Allein nur, weil ich dieses Bild vor meinem inneren Auge habe.

Der Tag ist noch völlig jungfräulich. Es ist im Außen bisher gar nichts passiert. Ausschließlich in meinem Kopf spielt sich der Film ab, der mein Wohlbefinden stark beeinträchtigt.
Das nehme ich wahr. Es fällt mir auf.
Ich lege den Schalter um. Nehme mich fünf Minuten heraus und mache ein paar kurze mentale Übungen, um diesen Ballast abgleiten zu lassen, zur Ruhe zu kommen und im Jetzt zu landen.
Und dann nehme ich meinen Wochenplan wieder zur Hand und schaue mit einer neuen Brille drauf:

Ist das, was mir wirklich wichtig ist, da ausreichend berücksichtigt?

Die Zeit für mich.
Zeit für Zärtlichkeit. (By the way: Beim Streicheln schüttet unser Körper Oxytocin aus, welches wiederum den Stresshormonpegel senkt. Ich finde, das ist ziemlich genial in uns angelegt. Es gehört viel mehr geschmust. 🙂 )
Zeit für Beziehungen.
Zeit für das, was mir gut tut, was mir Freude bereitet, wo ich auftanken kann.

 

Es liegt an dir, darauf zu achten, dass das, was dir wirklich wichtig ist, auch genug Raum und Zeit bekommt.

 

Daher für heute nur eine ganz kleine, aber sehr wirksame Anregung für dich:

Schnapp dir doch deinen Kalender und prüfe jeden Tag dieser Woche, ob darin bereits solche Highlights für dich vorgesehen sind.
F
alls nicht: Plane täglich etwas ein, was dir wichtig ist. Was dir gut tut. Wo du zur Ruhe kommen und/oder Energie schöpfen kannst.

 

Das ist die praktische Umsetzung von Selbstfürsorge.
So bist du dir selbst eine gute Freundin.
Und so kommst du auch gut durch Tage wie diese.

 

Gib dem Raum, was dir wichtig ist.
Sei auch du dir wichtig.

Du verdienst es.

 

Ich habe jetzt das Bild vor mir, wie ich völlig gelassen ein Geschäft betrete, wie durch eine unsichtbare Hülle geschützt vor der Hektik des Weihnachtstrubels. Der Lärm und unerwünschte Gerüche rieseln an meiner Schutzhülle herab. Ich ruhe in meinem stillen Kern.  Auf dem Weg zur Kassa fühle ich das Geschenk in meinen Händen. Durch die Warteschlange dort habe ich dankenswerterweise die Chance, einfach zwischendurch mal auf meinen Atem zu achten. Wie er kommt, und wie er geht.
Der Kassiererin, die gerade von dem Kunden vor mir angeschnautzt wurde, schenke ich ein Lächeln und sage: „Ich finde, Sie machen Ihren Job großartig!“. Sie schaut mich erstaunt an und vergisst fast auf das obligatorische „Frohe Weihnachten!“.
Auf dem Weg zum Ausgang blicke ich nochmals zurück. Ich glaube, sie lächelt ganz leicht. Beschwingt verlasse ich das Geschäft. Es ist ein guter Tag.

So einen wünsche ich dir – einen guten Tag!

PS:
Hier noch die Links zu den anderen Adventkalender-Türchen: Tag 1, Tag 2, Tag 3,
Tag 4, Tag 5, Tag 6, Tag 7, Tag 8, Tag 9, Tag 10Tag 11, Tag 12, Tag 13, Tag 14

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