Glaubenssätze, Blockaden & Ängste transformieren. Rituale, ein Experiment & wie es weitergeht.

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Ich liebe Rituale. Sie unterstützen mich. Im Alltag und auch dann, wenn es um mein persönliches Wachstum geht. Gestern hatte ich die Idee für ein neues Ritual zum Loslassen von hinderlichen Glaubenssätzen, Ängsten und Blockaden. Gedacht, getan. Ich starte ein Experiment. Machst du mit? Hier berichte ich dir auch wie es danach weiterging bzw. weitergeht.

Rituale helfen uns. Wir alle haben Rituale im Alltag. Bewusste und unbewusste. Mein Morgen zum Beispiel verläuft nach einem bestimmten Ritual. Es ist mir wichtig, Zeit für mich zu haben in aller Früh. Und ohne mein tägliches Sudoku geht sowieso gar nichts. 🙂

In diesem Blogbeitrag geht es jedoch um jene Form von Ritualen, die uns beim persönlichen Wachstum helfen. Beim Loslassen von alten Verletzungen und Mustern, beim Transformieren von Glaubenssätzen, Ängsten und Blockaden.

Doch zunächst ein kurzes Video, in dem ich dir erzähle, welche Idee ich hatte und wie ich diese nun als Experiment umsetze.

Hast du Lust mitzumachen?

Na, versuchst du es auch?
Lass uns doch eine Prise Zauberstaub verwenden und auf geht’s.

Was hast du zu verlieren?

Schlechtestenfalls hilft es nichts, aber dafür schadet es dann auch nicht. 🙂

(Ich bin ja ein schlichtes Gemüt: Warum etwas wirkt, ist für mich eher nebensächlich. Selbst, wenn es nur ein Placebo-Effekt ist, der eine positive Wirkung ermöglicht: Mir soll es recht sein. Hauptsache, es hilft.)

Schreibe unten doch einen Kommentar, welche Erfahrungen du mit Ritualen hast. Was hilft dir dabei, alte Glaubenssätze, Ängste oder all das, was dich sonst noch da oder dort blockiert und dir im Weg steht, zu transformieren?

Obiges Video habe ich am 9.11.2015 am frühen Abend aufgenommen.

Hier erzähle ich dir nun, wie sich mein Experiment entwickelt hat:

Tag 1
10.11.2015:

Ich habe das Glas noch gestern Abend auf die Fensterbank vor meinem Schreibtisch gestellt. Gut platziert in meinem Blickfeld. Und heute Vormittag kam es dann gleich ziemlich dick: Ich fühlte mich völlig unrund, getrieben (von mir selbst) und unter Druck. Die to-do-Liste eh schon ellenlang. Und dann kommt auch noch Unvorhergesehenes dazu. Sorgen machen sich breit.

Mein Blick fällt „zufällig“ auf das Glas. Ich erinnere mich, was auf den geschriebenen Zetteln steht, die im Glas liegen. Was ich alles loslassen und transformieren will.

Dann sehe ich die Wörter, die ich auf das Glas geschrieben habe:

Liebe
Vertrauen
Transformation
Loslassen

Sofort spüre ich, wie es weicher wird in meinem Körper. Wie Anspannung sich löst. Es fühlt sich so an, als ob sich mein Raum öffnet und größer wird.

Ich entscheide mich, mich kurz aus dem Arbeitsalltag herauszunehmen und schreibe zehn Minuten lang (Handytimer gestellt) – ohne den Stift abzusetzen und ohne Zensur – alles auf, was mir denn da derzeit durch den Kopf geht, welche Ängste und Sorgen sich gerade in mir ausbreiten und mich zur Getriebenen machen.

Und schon während des Schreibens wird mir klar:
Uiuiuiui, das ist aber ein bisserl viel auf einmal, was da aktuell geballt zusammenkommt. Neben dem ganz alltäglichen Arbeitspensum ist da noch das Gwirx mit meinem Weisheitszahn, der Probleme macht und die Angst vor dem zu Mittag anstehenden Besuch bei der Zahnärztin. Gleichzeitig leidet mein Mutterherz, weil der Herr Sohnemann am Ende der Woche quasi ausziehen wird, da er eine Arbeitsstelle in einem anderen Bundesland angenommen hat. Ja, und dann sind da ja auch noch die Scherereien rund um einen Blechschaden am Auto. Und … und … und …

Mir wird klar, dass es im Augenblick wirklich ziemlich viel auf einmal für mich. Ich nehme wahr, dass ich leide. Und Selbstmitgefühl wird dadurch möglich.

Dabei hilft mir eine Mantra, dass ich von Kristin Neff gelernt habe:

„Dies ist ein Moment des Leidens.
Leiden gehört zum Leben.
Möge ich in diesem Moment freundlich zu mir selbst sein.
Möge ich mir selbst das Mitgefühl schenken, das ich brauche.“ 

Seither hat der innerliche Druck wesentlich nachgelassen und Ruhe hat sich breitmachen können.
Es fühlt sich gut und weich an, darauf zu achten, was ich jetzt brauche.
Auch die Zuversicht, das alles letztlich gut gehen wird, ist nun wieder spürbar.

PS: Übrigens, der Termin bei der Zahnärztin war dann ganz harmlos und auch schnell wieder vorüber. 🙂

 

Tag 2
11.11.2015:

Eigentlich steht etwas anderes auf meiner To-Do-Liste. Aus einer Intuition heraus habe ich mir jedoch gerade eben die Aufnahme meiner letzten 1:1-Session mit meiner Mentorin nochmals angehört. Ein Satz ist mir besonders aus diesem Gespräch entgegen gesprungen – wie mit blinkenden, in leuchtende Neonfarben getauchte Wörtern:

„Selbstliebe ist doch, nicht mehr müde zu sein.“

Oh ja, das Festhalten an alten, hinderlichen Glaubenssätzen macht müde. So viel Druck, so viel Anstrengung, so viel Sich-Selbst-Zurückhalten sind damit verbunden. Und es ist meine freie Entscheidung: Will ich mich weiterhin in diesen Fragen müde fühlen oder will ich, dass ich hier genesen darf. Ich entscheide mich für Gesundheit, meine Kraft und meine Stärke.

 

Tag 3
12.11.2015:

Während des Tages, wenn ich am Schreibtisch sitze, fällt mein Blick immer wieder mal auf das Glas. Da es ja mehrere Glaubenssätze und Ängste waren, die ich auf die Post-Its geschrieben hatte, bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich den genauen Wortlaut noch weiß. Allerdings hält mich etwas davon zurück, das Glas zu öffnen und nachzulesen.
Wenn ich das Glas anschaue, liegt meine Aufmerksamkeit eher auf den positiven Wörtern, die ich außen drauf geschrieben habe. „Liebe“ und „Vertrauen“ sind in meinem Sichtfeld. Das fühlt sich körperlich gut an und vom Gefühl her öffnet es meinen Raum sehr.
Ich bemerke, dass ich tagsüber immer wieder mal achtsam wahrnehme, wie es mir gerade geht und was ich im Moment brauche. Das tut mir gut, sehr gut sogar.

 

Ich werde dir auch in den nächsten Tagen berichten, wie es weitergeht mit meinem Experiment. Bin schon sehr gespannt.

Derweilen wünsche dir, dass du Schritt für Schritt mehr Leichtigkeit in deinem Leben zulassen kannst!
Denn: Du bist gut genug.

Alles liebe für dich und mit sonnigen Grüßen
Herzlichst,

deine Elke

PS:
Am Samstag, 14. November 2015, gibt es am Vormittag in Graz den nächsten Workshop für Frauen mit mir: „Darf es weniger Druck sein in deinem Leben? So öffnest du dich für mehr Leichtigkeit.“
Alle Infos dazu findest du auf dieser Seite oben unter dem Punkt Termine.

Dir selbst eine gute Freundin sein.

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